Hullu Hullu

sozialkompetenz, weltsicht, moral, verantwortung, muendigkeit, globalisierung auf nationaler ebene, motivation, kultur, individualitaet, innovation, spinnerei, philosophie gegen verflachung und idiotie, hullu hullu
Kopf oder Hut

Kopf oder Hut

WahrsagerIn

WahrsagerIn

Catwalk

Catwalk

Gärtnereien

Gärtnereien

Akarophobie

Akarophobie

Magic Mushrooms

Magic Mushrooms

Und Trittschall im…

Und Trittschall im…

Kriechkeller. Glasauge, Vernissage by Rike. 

Kriechkeller. Glasauge, Vernissage by Rike

Neo ist doch kein Name

Nach langer Zeit kam er wie besprochen vorbei. Er redete seit jeher gern und viel, weswegen ich nicht davon ausging, dass es einen besonderen Grund für sein Kommen gäbe. Den gab es aber. Er trug einen schlichten grauen Anzug. Ganz schön. Passend. War weder zu groß noch zu klein. In Neukölln fiel er ein bisschen auf damit. Seine schwarze Mähne Marke Pferdeschwanz und die etwas zu blaue sehr eckige, schmale Sonnenbrille in Kombination mit dem bereits Erwähnten, ließen das geschulte Auge vermuten, dass er möglicherweise eine Reise hinter sich hatte - was zutraf. Ich wußte, er verbrachte wie viele andere seinesgleichen auch, einen Großteil seiner Lebenszeit damit, den Geldfluss aufrecht zu erhalten, der ihm ermöglichte mit den Gewohnheiten, die er über die letzten 40 Jahre oder was entwickelt hatte Schritt zu halten. Nun war es nicht durch ein Prostatageschwür oder eine andere spektakuläre Offenbarung zu Situationen gekommen, in denen er leise und in letzter Zeit auch - wie mir auffiel - laut darüber nachdachte, was es damit auf sich habe, dass verschiedene Dinge in ihm Unbehagen auslösten. Letzten Endes hatte dies dazu geführt ihn Gespräche mit Gott aufnehmen oder wiederaufnehmen zu lassen. Der andere erwiderte jedoch selten. Trotzdem helfe das ein bisschen, zu sagen oder denken, was einem da auf der Seele brennt, gab er vor. Was war bloß mit Jürgen passiert? Nach verlassen des sackgassendurchzogenen Sumpfgebiets kam er zum Punkt. Nunmehr wollte er nicht nur einfach irgendetwas, von dem sich alle erzählten, dass es großartig sei, nein, er war auch bereit etwas dafür zu tun. Nicht mit einem Strick, arschkriechen oder einer anders gearteten hinterhältigen Absicht willentlich zu bescheißen, sondern mit den ganz gewöhnlichen Fähigkeiten eines mittelmäßigen Menschen wie du und ich. Kündigung und so fort. Er hielt kurz inne, faselte irgendwas von “wie in Matrix!”, und warf die hässliche blaue Brille in den Bauschuttkontainer.

Draussen gibt’s kein Pustekuchen. Gar nie nicht.

Draussen gibt’s kein Pustekuchen. Gar nie nicht.

Jesus 2011 am Havelufer mit neuer Frisur. Es war total beeindruckend, auch wenn er selbst erst mal sichtlich überrascht war, wie krass die Nase juckt, wenn man probiert Sonnenstrahlen einzuatmen. Übers Wasser ist er nicht spaziert. Abwinkend entgegnete er auf einen betreffenden Kommentar hin nur, alter Hut und verlangte ein Taschentuch.

Jesus 2011 am Havelufer mit neuer Frisur. Es war total beeindruckend, auch wenn er selbst erst mal sichtlich überrascht war, wie krass die Nase juckt, wenn man probiert Sonnenstrahlen einzuatmen. Übers Wasser ist er nicht spaziert. Abwinkend entgegnete er auf einen betreffenden Kommentar hin nur, alter Hut und verlangte ein Taschentuch.

Beweisfuehrung

Der uniformellste Beweis für den Sinn manifestiert sich in der Tatsache, dass abermillionen von Atomen innerhalb bestimmter Grenzen zusammenkommen um uns eine Weile lang zu ergeben. Sie mögen das nicht und sie hassen es nicht - sie tun es ganz einfach. 

Jetzt

Die Wahrnehmung des Menschen funktioniert so, dass er ungefähr alle 3-4 Sekunden die aktuelle Gegenwart erfasst. Dies behalten wir im Hinterkopf bis zu einem späteren jetzt.

Zu beachten ist, dass wenn wir gerade etwas arbeiten, wie z. B. Verfassen eines Textes, Suchen eines vermissten Gegenstands, Halten eines Vortrags o. ä., drehen sich die Gedanken dabei um die Erreichung des Ziels; das Gehirn bemüht sich um Problemlösungsstrategien. Gehen wir durch eine fremde Stadt beschäftigen wir uns unbewußt mit den fremden örtlichen Gegebenheiten, wobei die visuelle Wahrnemung - kommt nicht gerade ein Krankenwagen um die Ecke - dominieren wird. Setzten wir uns dagegen in Ruhe alleine abends auf einen Stuhl und genießen die Stille, wird das Eigenleben der inneren Gedankenwelt dominieren, da Reize von außen fehlen.

Nun haben wir, wie erwähnt, alle 3 Sekunden die Möglichkeit neue Pläne zu schmieden. Das ist wie in einem Film, in dem die Abfolge von Einzelbildern den flüssigen Ablauf als Ganzes ergibt. Und das hat Vor- und Nachteile. Einerseits habe ich theoretisch 19200 verschiedene Momente bei 16 h Wachphase, in denen ich die unterschiedlichsten Informationen wie, “Meine Mutter hat jetzt aber eine seltsame Frisur.”, oder “Warum musste denn dieses Haus hier jetzt auch nikotingelb gestrichen werden?” aufnehmen kann. Auf der anderen Seite bedeutet es auch, dass beim Lernen aus einem Buch oder beim halten eines Vortrags - also in Momenten in denen es unpassend wäre - alle 3 Sekunden die Möglichkeit besteht, dass ich mit den Gedanken abschweife.

In Bezug auf den Film ist es nicht verkehrt sich der Einzelbilder bewußt zu werden. Oder anders gesagt, der Tatsache, dass unsere Wahrnehmung auf der Grundlage eines sich ständig verändernden Jetzt besteht. Jedes dieser “Jetzte” kann genutzt werden oder auch nicht. Also wenn ich Jetzt gefragt werde, ob ich gerade beschäftigt bin, werde ich antworten:

“Jetzt nicht mehr.”

Mustache at work.

Mustache at work.

Die Hard Loop

Wozu gibt es die Sonne? Das Gras? Wasser? Ein Universum, dass sich unendlich ausdehnt? Einen seltsamen Planeten, auf dem eine sonderbare Spezies rumhängt, die sich für solch ungewöhnliche Dinge interessiert? Philosophierenender Weise könnte einer von denen durch die Zusammenführung dieser Kuriositäten schlussfolgernd leicht an den Sinn des Lebens geraten. Wenn er das dann mal begriffen hat, kann er sich mit dem begnügen, was da ist (aus Platzgründen ist die Liste oben unvollständig).

Ich probier manchmal aus langeweile mich richtig doll zu konzentrieren auf alles. Ja, wirklich alles. oh. ohhhhh. Dann muss ich meistens ganz dringend auf Klo.

Ach. Ach. Ach.